Brain Body Biolektrik

Körper, Gesundheit und die Biophysik

Der Körper fängt von oben an und dort sorgt der Kopf für dessen Steuerung. Sollten wir darum nicht hin und wieder den Kopf berücksichtigen, wenn es um Probleme und Erkrankungen des Körpers geht?

Für unsere Gesundheit braucht es eine gut funktionierende Kommandozentrale, die nicht nur gute Entscheidungen trifft, sondern diese auch zügig an die Mannschaft kommunizieren kann. Unser Gehirn verfügt deshalb über seine Mittel und Wege, die genau das gewährleisten.

Ein Großteil dieser Kommunikation erfolgt elektrisch und nutzt dabei die elektrische Natur unserer Zellen, Gewebe und Körperstrukturen.

pH ist elektrisch

Elektrische Spannung messen wir normalerweise mit dem Voltmeter an der Batterie oder Steckdose. Am Festmetall ist das kein Problem. In Wasser oder wässrigen Körpergeweben ist das nicht mehr ganz so einfach, denn hier fließen keine Elektronen wie im Kabel. Statt dessen haben wir es mit geladenen Teilchen zu tun, den positiven und negativen Ionen.

Diese Ionen sind zum einen die gelösten Salze. Aber auch das Wasser selbst bildet durch Zerfall eigene Ionen, nämlich OH- und H+. Das Maß für die Konzentration dieser H+ Ionen ist der pH-Wert. Konkret ist es der negative Logarithmus der H+ Konzentration. Das bedeutet: Sehr viel H+ hat einen niedrigen pH von 0 bis 7, bei pH 7 sind OH- und H+ im Gleichgewicht und alkalische pH-Werte von 7 bis 14 bedeuten einen deutlichen Überschuss von OH- Ionen.

Grafik: pH-Skala 0 bis 14 mit Spannung in mV
Ein saurer pH unter 7 bedeutet H+ Überschuss und positive Spannung. Der alkalische Überschuss von OH- bei pH oberhalb 7 bedeutet negative Spannung. Der pH-Wert ist ein Maß für die elektrische Spannung der wässrigen Lösung.

Die menschlichen Körpergewebe arbeiten bei einem pH von 7,45 und dies entspricht einer elektrischen Spannung von -25mV. Unsere Zellen und Gewebe brauchen diese negative Spannung um zu funktionieren, und aus diesem Grund verfügen wir über diverse Mechanismen zum Erhalt dieser biologische Grundspannung.

Zellwasser und Sonnenlicht

Wir kennen Wasser in seinen Zuständen als festes Eis, flüssig und als gasförmigen Wasserdampf. An organischen Oberflächen bildet das Wassermolekül jedoch einen vierten Aggregatzustand, nämlich das quasi-kristalline EZ-Wasser. EZ für Exclusion Zone, “Eezy Water”. Eine andere Bezeichnung lautet strukturiertes Wasser.


Abbildung: Verhalten von Wasser an der Membran. Gelöste Stoffe werden aus Kontaktzone verdrängt. Die Exclusion Zone ist negativ geladen. Die Exclusion Zone wächst durch Aufnahme von Lichtenergie. © Foto: Fig.6.1. Prof. Gerald Pollack The Fourth Phase of Water.

Unsere Zellen, Zellorganellen und Gewebe bestehen ausschließlich aus Kompartimenten von Biomembranen. Infolgedessen befindet sich der Großteil unseres Körperwassers im Zustand von EZ-Wasser und ist negativ geladen. Diese negative Spannung können wir sehr einfach verstärken, indem wir unseren Körper dem Sonnenlicht aussetzen. Dies erweitert die Exclusion Zonen an unseren Membranen und stabilisiert unsere negative Grundspannung von -25mV.

Diese Aufladung durch Licht erklärt unser Wohlbefinden im hellen und warmen Sonnenlicht. Intensives Sonnenlicht dringt sogar als schwaches Rotlicht durch die Knochen bis ins Gehirn und die inneren Organe und lädt auch dort unsere Akkus wieder auf. Es ist also reine Biophysik, dass wir gerade im Sommer zu sportlichen Höchstleistungen fähig sind und auch die Krankheiten erst wieder zur lichtarmen Winterzeit kommen.

Und dies ist ein Paradigmenwechsel: nämlich die Erkenntnis, dass nicht nur die Pflanzen die Lichtenergie der Sonne nutzen, sondern auch unsere Mitochondrien und das EZ-Wasser unserer Zellen durch Licht aufgeladen werden. Neben Sonnenlicht haben übrigens auch Rotlicht und Sauna vergleichbar positive Effekte auf EZ-Wasser, Biolektrik und damit auf unsere Gesundheit.

Dein Muskel-Akku

Um unsere elektrische Spannung in Zelle und Organen aufrecht zu erhalten reichen die Oberflächeneffekte von EZ-Wasser in der Regel nicht aus. Es braucht deshalb einen elektrischen Generator, der die benötigte Spannung erzeugt und einen Akku, der diese bei Bedarf auch speichern kann.

Der Generator findet sich in unseren kleinsten Zellstrukturen, wo das negative ATP aus der Sauerstoffatmung für ein negatives Potential an den Membranen von Zelle und Mitochondrien sorgt. Diese negativen Zellpakete in den Muskeln sind die Akkus, die unsere gesamte Elektrik am laufen halten.

Biophysikalsich betrachtet sind Muskeln piezoelektrische, wiederaufladbare Batterien, die bei Bewegung elektrische Spannung erzeugen. Sie sind von Fasziengewebe umschlossen, das als elektrischer Halbleiter den Strom in vordefinierten Bahnen kanalisiert. Dabei bilden diese Bahnen jeweils geschlossene und miteinander verbundene elektrische Stromkreise, die wir als Meridiane aus der Akupunktur kennen.

Innerhalb dieser Stromkreise versorgen die Muskelgruppen die entsprechenden Organe innerhalb eines Meridians. Kommt es zu Spannungverlusten in einem Kreis, leidet das Organ und wir erleben eine Krankheit. Und sind alle Kreise betroffen, so sprechen wir von einer körperweiten und chronischen Erkrankung.

Bewegung ist deshalb besonders wichtig, denn nur so erzeugen Muskeln die notwendige Betriebsspannung für unsere Organe. Auch sollten wir alles vermeiden, was die elektrischen Ströme unterbricht. Dabei sind insbesondere Narben als Brüche im Faszienstrang ein großes Problem. Genauso bewirken aber auch Infekte von Zahn und Wurzelkanal den Kurzschluss unserer Stromkreise.

So sind in der biologischen Zahnmedizin die einzelnen Zähne spezifischen Meridianen zugeordnet und Probleme bei einem bestimmten Zahn führen in der Folge zu Organerkrankung oder Tumorbildung innerhalb des betroffenen Meridians.

Krank durch Unterspannung

Die elektrische Spannung einer Zellmembran ist der Motor, der die Prozesse der Zelle antreibt. Fällt die Spannung, sinkt auch die Motorleistung und sind die Zellen eines ganzen Organs betroffen, so sinkt die Organleistung und das Organ ist anfällig für diverse Erkrankungen.

Zum einen werden Schäden durch Verschleiß nicht mehr ausreichend repariert. Bei stabiler Grundspannung werden unsere Zellen je nach Gewebetyp alle paar Tage oder Wochen durch neue ersetzt. Die Neubildung von Zellen aus Stammzellen braucht jedoch einen Spannungsimpuls von -50mV. Wenn die Spannung aber nicht einmal für die Grundspannung von -25mV ausreicht, unterbleibt auch der nötige Impuls für die Stammzellen. Es kommt zu keiner Neubildung von Zellen und das Gewebe überaltert.

Durch den Abfall der elektrischen Spannung verändert sich darüber hinaus die Sauerstoffsättigung im Gewebe. Man kennt dies als den Bohr-Effekt. Der Sauerstoffgehalt sinkt, und dadurch wird es für die Zellen noch schwieriger ihr elektrisches Potential aufrechtzuerhalten.

Erschwerend kommt hinzu, dass Gewebesauerstoff das Wachstum vieler Keime unterdrückt. Fehlt dieser Sauerstoff, breiten sich Bakterien und Pilze rasant aus und ihre Verdauungsenzyme und Toxine attackieren unsere Zellen. Die Folge sind chronische und Autoimmunerkrankungen. Eine Autoimmunerkrankungen ist deshalb auch nur in den seltensten Fällen eine tatsächliche Erkrankung des Immunsystems.

Erreicht die Unterspannung einen kritischen Wert von +40mV, stellen die Mitochondrien als Zellkraftwerke ihre Arbeit ein. Weil ihnen der Sauerstoff fehlt, und weil sie weder ATP noch die notwendige Membranspannung aufbauen können. Die Zelle muss sich umstellen auf die neuen Verhältniss von wenig Sauerstoff und Unterspannung. Sie wird Einzelkämpfer, sie gibt ihre Differenzierung als Zelltyp auf. In einem feindlichen Milieu verkapselt sie sich und sucht sich Unterstützung durch neue Tochterzellen. Sie ist jetzt eine Krebszelle.

Auch dein Kopf ist elektrisch

Unser Gehirn ist die Schaltzentrale für sämtliche Prozesse von der Reizverarbeitung, über Motorik, Organsteuerung, Hormonregulation bis hin zu den abstrakten Denkprozessen. Die meisten dieser Prozesse erfolgen elektrisch wie der Muskel-Faszien-Akku oder die Verkabelung in unserem Haushalt.

Und bekanntlich funktioniert der Kühlschrank nur, wenn er sich mit der Hauselektrik in Sachen Spannung, Voltzahl und Frequenz gut versteht. Selbiges gilt auch in unserem Kopf, denn auch in der Nervensteuerung spielen elektrische Spannung, Frequenz und Geschwindigkeit die Hauptrolle. Haben wir beispielsweise eine Hirnfrequenz von 16 Hz, also 16 Impulsen pro Sekunde, sind wir aktiv und aufmerksam. Bei einer Frequenz von unter 4 schlafen wir.

Von großer Bedeutung für unser Denken ist zudem die Geschwindigkeit der elektrischen Impulse. Wenn diese auch nur um wenige Punkte fällt, ist Schluss mit sapiens und wir verlieren sowohl Gedächtnis, als auch die Fähigkeit auf unsere Umwelt zu reagieren.

Unsere Reaktionszeit auf Licht beträgt 50 Millisekunden, auf Schall 100ms, und ein Gedanke in einem gesunden Gehirn braucht rund 300ms. Sinkt diese Geschwindigkeit auf 400ms, sind wir bereits in hohem Maße dement und können nicht mehr auf unsere Umwelt reagieren. Statistisch betrachtet kommt es bei den meisten Menschen ab dem 40. Lebensjahr pro weiterem Lebensjahrzehnt zu einem Verlust an “Gehirngeschwindigkeit” von bis zu 10ms.

Wir sind das Team

Neben den elektrischen Effekten von Frequenz und Geschwindigkeit ist auch das Zusammenspiel der Hirnareale von zentraler Bedeutung. Konkret sind dabei die Bereiche Frontal, Parietal, Temporal und Okzipital von Interesse.

Jedes dieser Areale hat seine primären Aufgaben und zeichnet sich zudem durch seine spezifischen Neurotransmitter aus. Dies sind die Botenstoffe, die für die Reiz- und Impulsübertragung zwischen den Nervenzellen zuständig sind. Vergleichbar den häuslichen Steckdosen und Verteilerdosen, sind sie die Kontaktpunkte zwischen den Kabeln der Nervenzellen.

Abbildung: Der menschliche Cortex mit den vier Arealen Frontal, Parietal, Temporal und Okzipital, sowie ihren spezifischen Neurotransmittern und Funktionen.

Bei jedem Menschen ist eines dieser vier Hirnareale dominant und prägt den Menschen, seine Persönlichkeit, wie er handelt und wie wir ihn erleben. Doch wie auch beim Auto braucht es alle vier Räder um zu funktionieren. Entscheidend ist deshalb die Harmonie und das Zusammenspiel von Dominanz und den drei Mitspielern. So zumindest in der Theorie.

In der Praxis treten dagegen regelmäßig Probleme auf, wenn wir durch Umwelt, Lebensstil und Ernährung einzelne Areale aus dem Takt bringen. Beispielsweise stellen wir zuwenig eines Neurotransmitters her, weil unsere Nahrung zuwenig Vorstufen liefert. In der Folge verliert das betroffene Hirnareal an Leistung und im Körper zeigen sich Störungen in den Bereichen, für die das betroffene Hirnareal zuständig ist.

Brain Body Balance optimieren

Dominanz, Balance, Mangel und Störung im Zusammenspiel der vier Hirnarealen lassen sich mittlerweile in einer Checkliste testen und wird auch von mir im Rahmen einer therapeutischen Ernährungsberatung angeboten. Das Testergebnis findet dann neben weiteren Faktoren Eingang in den individuellen Ernährungsplan mit Foodliste.

Eine weitere Methode zur Wiederherstellung neuronaler Gleichgewichte besteht in der Einhaltung einer strikten Lichthygiene. Denn es sind Tageslicht und Farbspektrum zu den Tages- und Nachtzeiten, die unsere Neurotransmitter takten. Das Auge ist nicht nur Sinnesorgan, sondern auch Hormondrüse. Und für einen gesunden circadianen Rhythmus braucht es intensives Weißlicht am Tage und rotes Dämmerlicht am Abend.

Deshalb meine Empfehlung:

  • eine orange-getönte Sonnenbrille nach Sonnenuntergang als Blaufilter
  • Dimmer für die Abendbeleuchtung
  • lichtschwache Lampen in Bad, Wohn- und Schlafzimmer
  • aktiviere Nachtmodus auf Windows-Geräten
  • installiere die FLUX App auf digitalen Screens
  • stelle deinen TV auf Warmlicht
  • trage tagsüber keine Sonnenbrille
  • keine Sehstärkenbrille oder Kontaktlinsen im Freien
  • richte dir deinen Arbeitsplatz am Fenster ein
  • vermeide Nachtarbeit und.. Nachtleben . )
  • vermeide häufige Wechsel der Zeitzonen

Mit dieser Anleitung in Ernährung und Lebensstil korrigieren wir neuronale Ungleichgewichte und stellen die natürliche Balance der Neurotransmitter und Hirnareale wieder her. Und wir verhindern so den altersbedingten Verlust an Brain Speed, und damit den Verfall unserer geistigen Fähigkeiten.

Gesunde Biolektrik

Für eine intakte Elektrik in Kopf und Körper helfen eine Reihe von Grundregeln von Lebensstil bis Ernährung, die unserem elektrischen Motor bei seiner Arbeit helfen.

Die Grundeinheit des elektrischen Motors sind die Mitochondrien, die aus Nahrung und Sauerstoff ATP erzeugen. Für diesen Prozess benötigen sie Magnesium. Aber auch Bausteine der Atmungskette wie Q10, PQQ, Vitamine D, K2, B3, DHA aus Fischöl sind dabei sehr hilfreich. Nicht zu vergessen der Sauerstoff. Bewegung, tiefe Bauchatmung, und aerobe Sportarten sorgen für eine stabile Sauerstoffversorgung bis in die Zellen.

Ungünstig sind dagegen extreme Ausdauersportarten, Pestizidgifte, Schwermetalle, und da es sich bei Mitochondrien genau genommen um Bakterien handelt, sind auch die meisten Antibiotika für unsere Mitochondrien giftig.

Darüber hinaus wird die Zellspannung über die Schilddrüsenhormone reguliert; dabei ist T3 für das Membranpotential der Zelle zuständig, T2 für das der Mitochondrien. Eine Unterfunktion der Schilddrüse ist leicht festzustellen, denn ein erster Hinweis wäre beispielsweise Übergewicht.

Entsprechend ist zudem die Jodversorgung der Schilddrüse sicherzustellen. Statt oraler Jodgabe bevorzuge ich die transdermale Jodtinktur. Insbesondere Fluor ist ein starker Jodantagonist und sollte möglichst gemieden werden. Nichtzuletzt aufgrund seiner ebenfalls schädlichen Wirkung auf die Atmungskette der Mitochondrien.

pH-Wert und Biolektrik sind eins, darum wirken saure und basische Lebensmittel direkt auf unsere elektrischen Zellpotentiale. Es empfiehlt sich deshalb eine basische Ernährung, die uns die negative Spannung liefert, die wir brauchen.

Selbiges sollten wir natürlich auch bei unseren Getränken berücksichtigen. Ich empfehle basisches Wasser: gekochtes Wasser mit einer Prise Bicarbonat. Dies bitte nicht zu Mahlzeiten. Sehr gut sind ebenfalls Tee und Zitronenwasser, warmes Wasser mit einem Teelöffel Zitronensaft.

Lebensmittel und Nahrungsergänzung – die Foodfibel App

BioHacks im Alltag

Bewegung, aktive Muskeln und Muskelmasse sind die primäre Spannungsquelle unserer Meridian-Stromkreise. Ein Leben in Bewegung und Erhalt der Muskelmasse sind deshalb der Garant für eine lebenslange, elektrische Grundspannung unseres Körpers.

Besonders effektiv sind deshalb diverse Formen von Kraftsport, Turnen, Calisthenics, bis hin zu Yoga, mit seiner Kombination von Kraft, Atmung und Muskeldehnung.

Im Gegenzug sollten wir elektrische Unterbrecher der Meridiane beseitigen. Narben und Blockaden der Faszien können wir durch Massage mit ätherischen Ölen lockern, beispielsweise einer Mischung von Lavendel, Teebaum und Geranie in Olivenöl.

Kranke Zähne, Infekte unter Kronen und Wurzelkanäle können unsere Meridiane elektrisch kurzschließen. Wichtig ist deshalb die sorgfältige Kontrolle von Zahn und Zahnersatz sowie die professionelle Zahnreinigung um unerwünschte Zahnherde und Störfelder zu verhindern.

Aber auch externe Quellen stören unsere Körperelektrik per Induktion. Hierzu zählen im eigenen Haushalt die Steckdosen, Wlan, Handy und Schnurlostelefone. Als Grundregeln sollten deshalb gelten:

  • Bett und Kopfteil niemals in Nähe der Steckdose
  • Batterie- statt Radiowecker
  • Kein Handy im Schlafzimmer
  • Lan-Kabel statt Wlan
  • Wlan nachts ausgeschaltet
  • Babyfon auf Abstand
  • Headphone an Handy und Schnurlostelefon
  • im Auto Handy auf Flugmodus oder ausschalten
  • Laptop niemals auf dem Schoß
  • Störfilter für Oberwellen im häuslichen Stromkreis
  • Netzfreischalter deaktivieren Steckdosen bei Nichtnutzung
  • und gehe einfach barfuß

Einfach barfuß

Die effektivste Methode zum Erhalt unserer elektrischen Grundspannung ist auch gleichzeitig die einfachste: barfuß gehen.

Die Erde und der Boden sind negativ geladen. Gehen wir barfuss auf der Erde, durch Gras, oder feuchten Sand erden wir uns. Die Ladung fließt in unseren Körper, behebt elektrische Mangelzustände und stellt unsere natürliche Grundspannung wieder her. Schädliche Induktion und positive Ladungen können abfließen.

Abbildung: Regenschirm Effekt bei barfuß Erdung
Schirm-Effekt bei direktem Erdkontakt: Ladungsausgleich mit dem Untergrund und Schutz der Körperspannung vor externer Induktion durch EMF und Elektrosmog.

Und in der Natur ist das etwas ganz normales, denn jedes Lebewesen, vom Baum bis zu Reh und Schnecke, sind stets geerdet. Gummisohlen unserer Schuhe, aber auch Teppiche und nichtleitende Fußböden sind da natürlich ein Problem. Wir kennen diesen Effekt: du bist sogar so stark aufgeladen, dass du bei Metallkontakt mit der Türklinke in einem elektrischen Blitz entlädst.

Ein Plädoyer für mehr barfuß

Barfuß ist der einfachste und gleichzeitig effektivste BioHack für ein gesundes Miteinander von Kopf und Körper.

Füße sind Sinnesorgane wie Kopf und Hände. Das Einsperren in Fußbekleidung führt zu sensorischer Deprivation und einer gestörten SensorMotorik. Denn über die biolektrischen Effekte hinaus stimuliert barfuß die Propriorezeptoren der Fußsohle. Diese wirken als Reflexzonen und fördern beispielsweise die Durchblutung der inneren Organe.

Beckenschiefstand, Bandscheiben, Beinlängenprobleme und Skoliose sind die Folgen gestörter SensorMotorik. Barfuß entwickelt dagegen eine natürliche Bewegungsmotorik und beschleunigt als Nebeneffekt auch die Kindesentwicklung.

Ja, es ist ungewohnt. Und es zieht Blicke, wenn man barfuß unterwegs ist. Ich selbst beschränke mein barfuß deshalb zumeist auf Haus, Balkon, Terrasse, Hof und Garten.

Im öffentlichen Raum habe ich gute Erfahrungen mit den crowdfunded Skinners Barfußschuhen gemacht, auch wenn diese leider eine Gummisohle haben. Aber es ist ein schönes Gefühl, den oftmals sonnenwarmen Untergrund oder das Kopfsteinpflaster von Straße und Gehweg hautnah zu erleben.

Mein Bike hat mittlerweile ebenfalls barfuß-Pedale und im Studio trainiere ich ausschließlich in Sneakerssocken. Bei Übungen wie Squats, Kreuzheben, Farmerwalks oder Wadenstand empfiehlt sich ohnehin der Verzicht auf festes Schuhwerk.

Weitere Anregungen zum Thema barfuß bietet dieser private Barfußblog.

Und besonders faszinierend finde ich die Forschung von Dr. Pollack zum Thema EZ-Wasser.

Weitere Tipps und Biohacks – die Foodfibel App