Typ B-Nomade: Optimale Ernährung nach Blutgruppe B – ganzheitliche Tipps & Lebensmittel

Der Typ B-Nomade ergibt sich aus der Kombination der folgenden genetischen und physiologischen Merkmale und Biomarker:

  1. Körpertyp: Ekto- Mesomorph (entspricht im Ayurveda Vata/Pitta)
  2. Epigenotyp: Tolerant
  3. Blutgruppe: B
  4. Sekretor-Status: Sekretor
  5. Lebertyp: Anfällig
Schemabild: Die biologischen Merkmale von B-Nomade als Puzzlesteine, die ein Gesamtbild ergeben. (c) foodfibel.de
Der Typ B-Nomade ist die Summe seiner Teile: Körpertyp, Stoffwechsel, Immunabwehr, Epigenetik, Blutgruppe und Lebertyp.

Dein Typ B-Nomade

B-Nomaden bestechen durch körperliche Gesundheit und eine sehnige Muskulatur, was dir in körperlichen Berufen, bei Sport und Freizeit mehr Kraft und Ausdauer verleiht.

Und so ist die Achillesferse deiner Gesundheit vor allem die Neigung zu Leberschwäche, denn das B-Antigen macht deine Leber besonders anfällig für chronische Infektionen und pathogene Keime.

Zusammen mit den falschen Lebensmitteln strapaziert dies die Gesundheit von Leber und Darm. Dies belastet den Vagusnerv und die neurologische Gesundheit – von Depressionen, Demenz, bis hin zu Alzheimer und Parkinson.

Die embryonale Entstehung deines Epigenotyps

Der Epigenotyp ist das Ergebnis pränataler Anpassung, denn lange bevor wir geboren werden, scannt der Organismus die Umweltbedingungen, um das neue Leben auf die äußere Welt und die dortigen Lebensverhältnisse vorzubereiten.

  • Der reaktive Typ (Prägung durch Stressoren): Hier reagiert das System auf äußere Stressfaktoren, Krankheit oder Instabilität während der Kindesentwicklung. Das Ergebnis ist ein hochsensibles Immunsystem, das sofort und oft überschießend auf Reize reagiert.
  • Der Sammlertyp (Prägung durch Mangel): Erlebt der Embryo vor der Geburt Hunger und Kalorienmangel, so werden „Sammlergene“ aktiviert. Der Stoffwechsel wird auf extreme Effizienz programmiert, um jede Kalorie für Notzeiten zu speichern. Fettpolster und Übergewicht sind häufig die Folgen.
  • Der tolerante Typ (Dein Typ): Der tolerante Epigenotyp entsteht in einer stabilen und harmonischen Umgebung. Die Gen-Programmierung setzt hier auf Koexistenz statt auf Konfrontation. Sein System wurde darauf geeicht, Ressourcen effizient zu nutzen und äußere Einflüsse eher zu integrieren als sie aggressiv abzuwehren. Diese diplomatische Grundeinstellung seines Immunsystems ist sein Markenzeichen – mit dem Risiko, dass auch schädliche Faktoren eher toleriert als eliminiert werden.

Der Einfluss von Nahrung auf deine Blutviskosität

Als Blutgruppe B hat dein Blut sehr gute Fließeigenschaften und gegenüber Blutgruppe A ein geringes Risiko für Thrombosen und Schlaganfall. Deine Zellen und Gewebe sind bestens mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was deine Kraft, Energie und Ausdauer erklärt.

Allerdings können Nahrungslektine deinen Blutfluss deutlich einschränken, denn pflanzliche Abwehrstoffe und Lektine in der Nahrung wirken wie ein biologischer Klebstoff:

Nimmst du Lebensmittel zu dir, deren Lektine nicht mit deiner Blutgruppe harmonieren, wird der Blutfluss gebremst, die Sauerstoffversorgung der Zellen sinkt und dein Körper geht in eine defensive Abwehrhaltung. Die Folgen sind Allergien, Autoimmunkrankheiten, Störungen von Herz und Kreislauf.

Der anfällige Lebertyp beim B-Nomaden

Die Leber ist ein biologischer Filter, der den Blutstrom kontrolliert und dabei Bakterien, Parasiten, Toxine und andere Fremdstoffe abfängt.

Diese Filterfunktion macht die Leber selbst besonders anfällig für die Infektion durch pathogene Keime. Diese nutzen die Angelhaken der Leberzellen direkt als Andockstelle und Brückenkopf, denn viele Mikroorganismen nutzen bestimmte Zuckerstrukturen auf unseren Zellen, um sich zu orientieren und festzusetzen.

Der Zucker Galactose spielt dabei eine zentrale Rolle, denn zahlreiche Mikroorganismen benutzen Galactose zur Anheftung, insbesondere:

  • Bakterien wie Escherichia coli, Salmonella enterica und Helicobacter pylori,
  • Parasiten wie Entamoeba histolytica und Giardien,
  • sowie Pilze wie Candida.

Dieser Zucker Galactose ist aber zugleich das Antigen der Blutgruppe B.

Dies erklärt, warum vor allem die Leber von Blutgruppe B in hohem Maße zu stillen chronischen Infektionen und entzündlichen Prozessen neigt.

Die nachfolgende Leberschwäche geht zulasten von Verdauung und Darmgesundheit. Der gestresste Darm bildet dann vermehrt defektes alpha-Synuclein-Protein (aSync), welches direkt zu Störungen des Vagusnervs sowie neurologischen und seelischen Leiden führen kann.

Schaubild: schematische Darstellung des Vagus Nervs. © foodfibel.de
Der Vagusnerv ist der größte Nerv deines Nervensystems. Er versorgt alle lebenswichtigen Körperorgane. Er steuert Darm und Stoffwechsel, sowie das Immunsystem.
Somit ist ein gesunder und aktiver Vagusnerv die Voraussetzung für dein Wohlbefinden und ein stabiles Immunsystem.

Defektes aSync kann bis zu einem gewissen Grad von den Nieren aus dem Blutstrom gefiltert und neutralisiert werden. Bei geschwächten Nieren versagt diese Resorption, sodass aSync nicht nur von Darm und Leber aus, sondern auch von der Niere via Vagusnerv in das zentrale Nervensystem vordringen kann.

Deine Strategie: Deine Leber verfügt über eine starke Grundkonstitution. Dies macht sie stark und widerstandsfähig. Damit das auch so bleibt, empfiehlt sich eine Ernährung und Vorsorge mit Schutz- und Wirkstoffen, welche Pathogene neutralisieren, deine Leber aktivieren, erneuern und erfrischen.

B-Nomade: Blutgruppe B Ernährung Tipps

  • Die Blutgruppen A und 0 haben Antikörper gegen B. Dieses B ist der Zucker Galaktose. Und Galaktose ist zugleich ein Baustein von Milchzucker Laktose. Der Verzehr von Laktose bewirkt somit bei A und 0 eine Immunreaktion.
  • Blutgruppe B ist daher (neben AB) die einzige Blutgruppe, die lebenslang Laktose, Milch und Milchprodukte vertragen kann.
  • Eine Laktose-Intoleranz ist bei Personen der Blutgruppe B nahezu unmöglich – es sei denn, Geburt per Kaiserschnitt oder häufige Gabe von Antibiotika haben das Mikrobiom soweit geschädigt, dass die gewünschten Laktose-Darmkeime nicht mehr vorhanden sind.
  • Eine konkrete Liste an Lebensmitteln findest du in der Foodfibel B-Nomade: 770 Lebensmittel in den Farbstufen Grün++, Grün, Neutral, Orange und Rot.

Wenn du online oder bei KI-Chatbots nach Informationen zum Typ B-Nomade suchst, wirst du häufig auf Ergebnisse und Begriffe stoßen wie B-Typ, Nomade, Landwirt, Sammler o.ä.

Diese Begriffstypen und Erklärungen basieren zumeist auf der alten Blutgruppendiät von D’Adamo oder stammen von anderen Autoren mit speziellem Fokus.

Bitte beachte: Dies hat nichts oder nur wenig mit der ganzheitlichen Einstufung nach Foodfibel und den Foodfibel-Typen zu tun!

Beste Lebensmittel für Blutgruppe B: Die Foodfibel-Liste im Vergleich zur klassischen Blutgruppendiät

Die klassische Blutgruppendiät basiert nahezu ausschließlich auf der Blutgruppe. Alle anderen Faktoren werden dabei ausgeblendet. Die Folge: Selbst gesunde Lebensmittel für deine Blutgruppe können für DICH sogar schädlich sein, wenn sie diese weiteren Kofaktoren nicht miteinbeziehen:

  1. Der Sekretor-Status: Ob du deine Blutgruppen-Antigene in deine Körperflüssigkeiten (Speichel, Schleimhäute) abgibst, verändert die Wirkung von Lektinen massiv. Ein „Nicht-Sekretor“ benötigt häufig andere Lebensmittel als ein „Sekretor“.
  2. Der Epigenotyp: Die pränatale Prägung erklärt, warum zwei Menschen mit Blutgruppe A völlig unterschiedliche Stoffwechseltypen haben können.
  3. Leber- und Magentyp: Erst die Einbeziehung der Enzymaktivität (CYP) und der tatsächlichen Säureleistung des Magens entscheidet über Verträglichkeit und Entgiftungskraft.
  4. Toxine und Problemstoffe: Strenge Prüfung auf Oxalate, Lektine, Omega-6-Fettsäuren, Histamin, Fruktose und Gluten.
  5. Schutz gegen chronische Entzündungen: Bewertung von Omega-3-Index, senolytischen Faktoren und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen.
  6. Darm- & Mukosa-Schutz: Fokus auf intakte Darmbarriere und präbiotische Stoffe für ein artenreiches Mikrobiom.
  7. Stoffwechsel-Support: Unterstützung von Leber und Langlebigkeit durch SIRT-Foods und Methylquellen (B12, Folat).
  8. Epigenetische Regulation: Berücksichtigung wichtiger Genschalter und Enzyme (z. B. MTHFR, DAO, COMT).
  9. Biochemische Balance: Optimierung des Aminosäure-Profils
  10. Säure-Basen-Haushalt: PRAL-Werte, Säurepuffer und Basenbildner.
  11. Nährstoffdichte: Hohe Konzentration an natürlichen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
  12. Energie & Abnehmen: Kontrolle von Kaloriendichte und Zuckerlast bei gleichzeitiger Berücksichtigung deines Ayurvedatyps.

Ein Beispiel: Oxalate

Die Kiwi gilt als gesundes Obst. Der hohe Gehalt an Oxalsäure und Oxalaten schädigt jedoch die Zellgewebe:
Lösliche Oxalsäure bildet in deinem Körper Kristallnadeln aus Calciumoxalat, die deine Darmwand, Bindegewebe, Gelenke, Nieren, Blutgefäße, Zellen und Mitochondrien physisch verletzen und entzünden.

Lebensmittel mit hohen Oxalatwerten wie Kiwi, Mandeln, Cashew, Spinat oder Süßkartoffel sind in der Foodfibel daher stark herabgestuft.

„Synergistic Defensive Function of Raphides through the Needle Effect“,
© Konno et al. 2014.

Blutgruppendiät B: Was D’Adamo richtig macht – und wo die Foodfibel weitergeht

Wenn du im Netz auf Listen stößt, die lediglich „Blutgruppe B“ berücksichtigen, fehlen dir über 90 % der relevanten Kriterien für die Gesundheit von Lebensmitteln.

Um eine sichere und zuverlässige Wirkung auf deine Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden zu garantieren, bedarf es daher einer vollständigen und mehrschichtigen Einstufung von Lebensmitteln.

Das Gleiche gilt für moderne Ernährungsformen wie Vegan, Keto, Low-Carb und Paläo, sowie Halal oder Koscher.

In jedem Fall empfiehlt sich der Abgleich mit deinem biologischen Typ im Rahmen einer ganzheitlichen Typernährung. „Ganzheitlich“ bedeutet, dass alle der oben genannten Faktoren Berücksichtigung finden:

  1. Dein biologischer Typ,
  2. sowie die Liste an Kofaktoren, die darüber entscheiden, ob ein Lebensmittel gesund oder ungesund für dich ist.

Die gesundheitlichen Folgen einer Ernährung mit den falschen Lebensmitteln können dabei sehr weit reichen – von ADHS, Allergien, Asthma und Autoimmunkrankheiten, über chronische Entzündungen, Depressionen bis hin zu Zöliakie.

Foto: Bioladen mit Regalauslagen: Gemüse, Backwaren, Öle und Konserven. (c) foodfibel.de
Für eine gesunde Ernährung braucht es ein Umdenken im Verständnis von Lebensmitteln. Denn nur weil bestimmte Lebensmittel im Supermarkt und Bioladen frei erhältlich sind – oder Experten und Influencer bestimmte Lebensmittel und Produkte empfehlen – heißt das noch lange nicht, dass sie tatsächlich gut für dich sind.

Die Themen Ernährung und Lebensmittel sind komplex und erfordern detaillierte Kenntnisse in Biologie und Biochemie. Doch wer hat im Alltag die Zeit, Ernährung zu seinem Lebensinhalt zu machen? Wer möchte täglich neue Studien sichten oder ständig neue KI-Diskussionen führen?

Die Foodfibel schließt diese Lücke, indem sie moderne Epigenetik, Blutgruppen-Typisierung, Ayurveda und den Säure-Basen-Haushalt zu einem wirkstarken Gesamtbild und einem individuellen Gesundheitsprogramm vereint.

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