Der Typ A-Krieger ergibt sich aus der Kombination der folgenden genetischen und physiologischen Merkmale und Biomarker:
- Körpertyp: Meso- bis Endomorph (entspricht im Ayurveda Pitta/Kapha) – von Natur aus kraftvoll und athletisch.
- Anatomie: Schmale Kopfform (Dolichozephalie). Entwicklungshistorisch gewährleistete dies einen erleichterten Geburtsvorgang eine stabile Geburtenrate innerhalb der Population.
- Blutgruppe & Sekretor-Status: A-Sekretor.
- Lebertyp: Stark (hohe CYP-Enzymaktivität).
- Epigenotyp: Reaktiv-Sammler.

Die Biologie der Kraft – und ihre Kehrseite
A-Krieger sind in jungen Jahren vor allem gesund und sehr belastbar. Sportlich immer vorne mit dabei. Verdauung und Leber laufen rund und selbst Verletzungen verheilen schnell.
A-Krieger verfügen nämlich über besonders aktive Leberenzyme. Dies versorgt deinen Körper optimal mit Nährstoffen und verbessert gleichzeitig die Entgiftung von Umwelt- und Nahrungsgiften.
Denn A-Krieger sind auf maximale Leistungsfähigkeit ausgelegt. Sie sind das Ergebnis einer selektiven Anpassung an kriegerische und instabile Umweltbedingungen, in denen physische Belastbarkeit und eine stabile Geburtenrate für das Überleben entscheidend waren.
Im Gegenzug kommt es aber auch zur ungewollten Aufgiftung normaler Nährstoffe. Diese schädigen direkt deine Leber und von da aus deine Blutgefäße, Herz und Kreislauf.
Die hohe Fitness deiner Jugend kommt daher mit einem Preis: Vorzeitige Alterung. Kraft und Fitness lassen nach. Sport und Alltag verlangen immer häufiger nach einer Pause. Müdigkeit ist der Schmerz der Leber.
A-Krieger erleben daher im Lebensverlauf ein Kippen ihrer Gesundheit, wenn die überaktiven Stoffwechselgene plötzlich nachlassen und dabei Übergewicht und Alterung beschleunigen.
Die embryonale Entstehung deines Epigenotyps
Der Epigenotyp ist das Ergebnis pränataler Anpassung, denn lange bevor wir geboren werden, scannt der Organismus die Umweltbedingungen, um das neue Leben auf die äußere Welt und die dortigen Lebensverhältnisse vorzubereiten.
- Der Tolerante (Prägung durch Fülle und Harmonie): Der tolerante Epigenotyp entsteht in einer stabilen und harmonischen Umgebung. Die Gen-Programmierung setzt hier auf Koexistenz statt auf Konfrontation. Sein System wurde darauf geeicht, Ressourcen effizient zu nutzen und äußere Einflüsse eher zu integrieren als sie aggressiv abzuwehren. Diese diplomatische Grundeinstellung seines Immunsystems ist sein Markenzeichen – mit dem Risiko, dass auch schädliche Faktoren eher toleriert als eliminiert werden.
- Der Sammler (Prägung durch Mangel): Erlebt der Embryo vor der Geburt Hunger und Kalorienmangel, so werden „Sammlergene“ aktiviert. Der Stoffwechsel wird auf extreme Effizienz programmiert, um jede Kalorie für Notzeiten zu speichern. Fettpolster und Übergewicht sind häufig die Folgen.
- Der Reaktive (Dein Typ): Hier reagiert das System auf äußere Stressfaktoren, Krankheit oder Instabilität während der Kindesentwicklung. Das Ergebnis ist ein hochsensibles Immunsystem, das sofort und oft überschießend auf Reize reagiert.
Mit Erlahmen ihrer hohen Stoffwechselrate und Erreichen eines Kipppunktes entwickeln reaktive A-Krieger zusätzlichen den Sammlertyp, der sich ohne geeignete Gegenmaßnahmen von Übergewicht zu gesundheitlichen Beschwerden wie Arteriosklerose, hohem Blutdruck und Metabolischem Syndrom weiterentwicklen kann.
Reaktive Immunität und der Cortisol-Faktor
Das Immunsystem des A-Kriegers ist auf maximale Reaktivität programmiert. Während dies in jungen Jahren zu einer schnellen Abwehr von Infekten führt, birgt diese ständige Alarmbereitschaft langfristige Risiken für die Gewebesubstanz:
- Überschießende Immunantwort: Der A-Krieger neigt zu einer reaktiven Immunität, die über das Ziel hinausschießt. Statt Entzündungen nach einem Infekt vollständig zu beenden, verbleibt das System oft in einem Zustand der stillen Entzündung, was das Risiko für autoimmune Prozesse und chronische Gewebeschäden erhöht.
- Der Cortisol-Stau: Der Hormonhaushalt verstärkt diese Dynamik, denn A-Krieger bauen das Stresshormon Cortisol deutlich langsamer ab. Der Körper verbleibt dadurch vergleichsweise lange in einem biologischen Stresszustand.
- Synergie des Verschleißes: Das dauerhaft erhöhte Cortisol wirkt katabol und gewebeabbauend, und befeuert die Entzündungsprozesse zusätzlich. Zusammen mit der metabolischen Aufgiftung ist dieser hormonelle Dauerstress ein Beschleuniger für den Kipppunkt und den schnellen Übergang in den „Sammler-Modus“.
Der Einfluss von Nahrung auf deine Blutviskosität
Als Blutgruppe A hat dein Blut mehr Von-Willebrand-Faktor-VIII und damit mehr Viskosität und Gerinnungsneigung. Das Risiko für Thrombosen ist deshalb um 30 % höher als bei Personen mit Blutgruppe 0.
Die zusätzliche Blutgerinnung durch Nahrungslektine verschärft diese Anfälligkeit für Thrombosen, denn pflanzliche Abwehrstoffe und Lektine in der Nahrung wirken wie ein biologischer Klebstoff:
Nimmst du Lebensmittel zu dir, deren Lektine nicht mit deiner Blutgruppe harmonieren, wird der Blutfluss gebremst, die Sauerstoffversorgung der Zellen sinkt und dein Körper geht in eine aggressive Abwehrhaltung. Die Folgen sind Allergien und chronische Entzündungen.
Der Lebertyp: Das Risiko der „Aufgiftung“
Die Entgiftung von Schadstoffen in der menschlichen Leber erfolgt in zwei Schritten: In Phase 1 werden die Problemstoffe mithilfe der Cytochrome oxidiert, in Phase 2 werden sie wasserlöslich gemacht und ausgeschieden.
Der A-Krieger verfügt über Cytochrom-P450-Enzyme mit sehr hoher Aktivität und damit über einen sehr starken Lebertyp.
Der Vorteil der Schnelligkeit: Dein starker Lebertyp kann Toxine, Medikamente und Umweltchemikalien in Phase 1 sehr schnell umbauen, sodass dein System diesen Stoffen nur kurzzeitig ausgesetzt ist – vom Koffein in deinem Kaffee bis zu den Wirkstoffen im Duschgel und Haushaltsreiniger.
Die Herausforderung: Deine Phase 1 ist schneller als Phase 2, sodass selbst aus ursprünglich harmlosen Nährstoffen reaktive und aggressive Zwischenprodukte entstehen. Dieser Prozess wird als Aufgiftung bezeichnet.
Diese schädlichen Moleküle wie biogene Polyamine und Arenoxide schädigen dann direkt deine Leberzellen, deine Blutgefäße und dein Herz-Kreislauf-System.
Ein markantes Zeichen für diesen inneren oxidativen Stress ist das plötzliche Ergrauen der Haare. Es ist das Resultat eines Stoffwechsels, der seine Ressourcen schneller verbraucht, als er sie regenerieren kann.
Ein Indikator für diesen Lebertyp ist daher die Koffein-Verträglichkeit:
- Bei Personen mit einem schnellen Lebertyp ist das Koffein bereits nach wenigen Minuten neutralisiert. Dies sind die starken Kaffeetrinker, die sich nach einer Tasse Kaffee direkt schlafen legen.
- Personen, bei denen eine Tasse Kaffee am Abend das Einschlafen verhindert, weisen dagegen auf langsame Leberenzyme. Diese Leber braucht sehr lange, um das Koffein abzubauen.
- Beim A-Krieger findet sich in jungen Jahren der schnelle Lebertyp. Nach dem Kipppunkt wird Kaffee dann immer weniger gut vertragen, denn die Leber hat sich durch ihren eigenen Übereifer so sehr geschwächt, dass sie nun ebenfalls mit den zuvor gewohnten Koffeinmengen überfordert ist.
Deine Strategie: Deine Leber hat eine starke Phase 1. Meide daher Lebensmittel und Substrate, welche die Aufgiftung fördern. Versorge deine Leber mit Schutz- und Wirkstoffen, welche Gifte binden und deine Leberaktivität erneuern und erfrischen.
Dein Magentyp – geprägt durch Blutgruppe A
Die AB0-Blutgruppen sind biologische Schalter, die bereits im Embryo die Ausbildung der Verdauungsorgane steuern. So bewirkt Blutgruppe 0 einen Magen mit starker Magensäure, während Blutgruppe A einen eher säurearmen Magentyp ausbildet.
Starke Magensäure erleichtert die Verdauung von Proteinen und hemmt die Enzyme für die Verdauung von Kohlenhydraten. Ein säurearmer Magen fördert dagegen die Verdauung von Kohlenhydraten und tut sich schwer mit der Verdauung von Proteinen.
Magensäure ist jedoch nicht nur für die Zersetzung deiner Nahrung zuständig, sondern dient zugleich als Säurewall gegen unerwünschte Keime. Beim A-Krieger ist dieser Schutzwall daher schwächer, was dein Risiko für eine Fehlbesiedlung des Darmes, SIBO oder Candida erhöht.
Protein-Verdauung: Für die Verdauung von Proteinen ist starke Magensäure besonders wichtig. Da diese bei dir eher schwach ausfällt, sind rotes Fleisch und bestimmte Hülsenfrüchte eine starke Belastung für deine Verdauung.
Das Vitamin B12-Problem: Ein schwacher Magen bildet nicht nur weniger Säure, sondern auch weniger „Intrinsic-Faktor“. Dieses Protein ist zwingend notwendig, um Vitamin B12 aus der Nahrung sicher in den Körper zu transportieren. Ein schwacher Magen birgt daher stets das Risiko für einen Mangel an B12 und damit an Energie und Fokus.
Was bedeutet das für dich?
Du bist deiner Biologie nicht einfach ausgeliefert, vielmehr ist sie deine Chance. Denn mithilfe der richtigen Lebensmittel – passend zu deiner Blutgruppe und deinem Stoffwechsel – kannst du deinen Blutfluss verbessern, deine Leber unterstützen, den Kipppunkt vermeiden, und so deine Energie und Belastbarkeit lebenslang bewahren.
Tipps, Informationen und Lebensmittel für A-Krieger
- Dem A-Krieger fehlt die starke Magensäure für die Verdauung von rotem Fleisch und Rohkost. Vegetarische Garküche statt Paläo wäre hier eine sehr gute Idee.
- Im Gegenzug verbessert der Mangel an Magensäure die Enzymaktivität von Amylasen. Komplexe Kohlenhydrate wie Stärke sind daher sehr gut verdaulich. Dementsprechend ist Low Carb für A-Krieger weniger vorteilhaft.
- Blutgruppe A verfügt über nur 25 % von Darmenzym Alkalische Phosphatase. Zusätzlich wird dieses Enzym der Fettverdauung durch das A-Antigen gehemmt. Fettreiches Keto wäre auf Dauer also wenig ratsam.
- Blutgruppe A hat Antikörper gegen B. Dieses B ist der Zucker Galaktose. Und Galaktose ist zugleich ein Baustein von Milchzucker Laktose. Der Verzehr von Laktose bewirkt daher eine Immunreaktion. Entsprechend sollten sich A-Krieger gut überlegen, welche Milchprodukte für sie infrage kommen, um ihre Allergie- und Entzündungslast zu reduzieren.
- Eine konkrete Liste an Lebensmitteln findest du in der Foodfibel A-Krieger: 770 Lebensmittel in den Farbstufen Grün++, Grün, Neutral, Orange und Rot.
Wenn du online oder bei KI-Chatbots nach Informationen zum Typ A-Krieger suchst, wirst du häufig auf Ergebnisse und Begriffe stoßen wie A-Typ, Landwirt, Warrior, Krieger, Teacher, Lehrer, Nomade o.ä.
Diese Begriffstypen und Erklärungen basieren zumeist auf der alten Blutgruppendiät von D’Adamo oder stammen von anderen Autoren mit speziellem Fokus.
Bitte beachte: Dies hat nichts oder nur wenig mit der ganzheitlichen Einstufung nach Foodfibel und den Foodfibel-Typen zu tun!
Warum die alten Blutgruppentabellen zu kurz greifen:
Die klassische Blutgruppendiät basiert nahezu ausschließlich auf der Blutgruppe. Alle anderen Faktoren werden dabei ausgeblendet. Die Folge: Selbst gesunde Lebensmittel für deine Blutgruppe können für DICH sogar schädlich sein, wenn sie diese weiteren Kofaktoren nicht miteinbeziehen:
- Der Sekretor-Status: Ob du deine Blutgruppen-Antigene in deine Körperflüssigkeiten (Speichel, Schleimhäute) abgibst, verändert die Wirkung von Lektinen massiv. Ein „Nicht-Sekretor“ benötigt häufig andere Lebensmittel als ein „Sekretor“.
- Der Epigenotyp: Die pränatale Prägung erklärt, warum zwei Menschen mit Blutgruppe A völlig unterschiedliche Stoffwechseltypen haben können.
- Leber- und Magentyp: Erst die Einbeziehung der Enzymaktivität (CYP) und der tatsächlichen Säureleistung des Magens entscheidet über Verträglichkeit und Entgiftungskraft.
- Toxine und Problemstoffe: Strenge Prüfung auf Oxalate, Lektine, Omega-6-Fettsäuren, Histamin, Fruktose und Gluten.
- Schutz gegen chronische Entzündungen: Bewertung von Omega-3-Index, senolytischen Faktoren und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen.
- Darm- & Mukosa-Schutz: Fokus auf intakte Darmbarriere und präbiotische Stoffe für ein artenreiches Mikrobiom.
- Stoffwechsel-Support: Unterstützung von Leber und Langlebigkeit durch SIRT-Foods und Methylquellen (B12, Folat).
- Epigenetische Regulation: Berücksichtigung wichtiger Genschalter und Enzyme (z. B. MTHFR, DAO, COMT).
- Biochemische Balance: Optimierung des Aminosäure-Profils
- Säure-Basen-Haushalt: PRAL-Werte, Säurepuffer und Basenbildner.
- Nährstoffdichte: Hohe Konzentration an natürlichen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
- Energie & Abnehmen: Kontrolle von Kaloriendichte und Zuckerlast bei gleichzeitiger Berücksichtigung deines Ayurvedatyps.
Ein Beispiel: Oxalate

Lösliche Oxalsäure bildet in deinem Körper Kristallnadeln aus Calciumoxalat, die deine Darmwand, Bindegewebe, Gelenke, Nieren, Blutgefäße, Zellen und Mitochondrien physisch verletzen und entzünden.
Lebensmittel mit hohen Oxalatwerten wie Kiwi, Mandeln, Cashew, Spinat oder Süßkartoffel sind in der Foodfibel daher stark herabgestuft.
„Synergistic Defensive Function of Raphides through the Needle Effect“,
© Konno et al. 2014.
Fazit
Wenn du im Netz auf Listen stößt, die lediglich „Blutgruppe A“ berücksichtigen, fehlen dir über 90 % der relevanten Kriterien für die Gesundheit von Lebensmitteln.
Um eine sichere und zuverlässige Wirkung auf deine Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden zu garantieren, bedarf es daher einer vollständigen und mehrschichtigen Einstufung von Lebensmitteln.
Das Gleiche gilt für moderne Ernährungsformen wie Vegan, Keto, Low-Carb und Paläo, sowie Halal oder Koscher.
In jedem Fall empfiehlt sich der Abgleich mit deinem biologischen Typ im Rahmen einer ganzheitlichen Typernährung. „Ganzheitlich“ bedeutet, dass alle der oben genannten Faktoren Berücksichtigung finden:
- Dein biologischer Typ,
- sowie die Liste an Kofaktoren, die darüber entscheiden, ob ein Lebensmittel gesund oder ungesund für dich ist.
Die gesundheitlichen Folgen einer Ernährung mit den falschen Lebensmitteln können dabei sehr weit reichen – von ADHS, Allergien, Asthma und Autoimmunkrankheiten, über chronische Entzündungen, Depressionen bis hin zu Zöliakie.

Die Themen Ernährung und Lebensmittel sind komplex und erfordern detaillierte Kenntnisse in Biologie und Biochemie. Doch wer hat im Alltag die Zeit, Ernährung zu seinem Lebensinhalt zu machen? Wer möchte täglich neue Studien sichten oder ständig neue KI-Diskussionen führen?
Die Foodfibel schließt diese Lücke, indem sie moderne Epigenetik, Blutgruppen-Typisierung, Ayurveda und den Säure-Basen-Haushalt zu einem wirkstarken Gesamtbild und einem individuellen Gesundheitsprogramm vereint.
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